Die Anforderungen an die Weingüter ergeben sich aus dem Selbstverständnis der Slow-Food-Bewegung. Sie fordert und fördert
Lebensmittel, die nachhaltig und die Umwelt schonend erzeugt wurden. Produzent*innen aus allen Bereichen der Landwirtschaft, der Tierhaltung und Fischerei sowie Gastronom*innen und
Verarbeiter*innen werden untereinander und mit interessierten Verbraucher*innen in Kontakt und Austausch gebracht. Das unterstützt den vertrauensvollen, gemeinschaftlichen Umgang
miteinander, die dauerhafte Aneignung und Anwendung von Wissen sowie die Schulung und Entwicklung der individuellen sensorischen Fähigkeiten. Gleichermaßen bewahrt es die Vielfalt der
Traditionen und ermöglicht die Entwicklung der sehr unterschiedlichen Weinregionen Deutschlands mit handwerklichem Augenmaß. Es geht somit nicht nur um den Erwerb eines
Slow-Wein-Deutschland-Zertifikats, sondern auch um einen differenzierten und tiefgehenden Austausch mit den Kund*innen, darüber hinaus innerhalb des sich formierenden Netzwerks von
Weingütern, die Slow Wein produzieren. Sie alle möchten wissen und schmecken, wofür Slow Wein steht.